Diese Buttercreme benutze ich zum Einstreichen meiner Torten.
Sie wird glatt, stabil und lässt sich sauber ziehen, ohne dass Luftblasen durch die Oberfläche kommen.
Zum Füllen nehme ich meistens etwas anderes, dafür ist sie mir zu mächtig.
Sie besteht aus nur zwei Zutaten, und trotzdem entscheidet sich das Ergebnis an der Zeit, die du ihr gibst.
| Zutaten |
2 |
| Arbeitszeit |
etwa 45 Minuten |
| Gerät |
Küchenmaschine oder Handrührgerät |
| Ergibt |
genug für etwa 2 Torten (26er) |
Zutaten
| Zutat |
Menge |
| Butter, mild gesäuert |
3 Packungen à 250 g |
| Gesüßte Kondensmilch (Milchmädchen) |
2 Dosen à 370 g / 283 ml |
Die Butter muss Zimmertemperatur haben. Das ist keine Empfehlung, sondern die Bedingung dafür, dass die Creme überhaupt gelingt. Nimm sie also rechtzeitig aus dem Kühlschrank, am besten schon am Vorabend.
Diese Menge ergibt relativ viel Creme, das ist Absicht: Weniger Butter lässt sich in der Küchenmaschine schlechter aufschlagen. Reicht dir die Menge für eine Torte nicht auf, kannst du den Rest problemlos einfrieren und später wiederverwenden.
Zubereitung
1. Butter etwa 20 Minuten aufschlagen.
Die weiche Butter kommt in die Schüssel und wird 20 Minuten lang geschlagen. Das klingt lang und ist es auch, aber genau hier entsteht die Struktur der Creme.
2. Immer wieder vom Rand abziehen.
Zwischendurch stoppst du das Gerät und ziehst die Butter mit einem Teigschaber vom Rand nach innen. Sonst bleibt außen ein Teil ungeschlagen und du hast später Klümpchen in der Creme.
3. Kondensmilch nach und nach zugeben.
Die beiden Dosen kommen langsam dazu, nicht auf einmal. Gib immer nur einen Teil hinzu und warte, bis er eingearbeitet ist, bevor der nächste folgt.
4. Auf niedriger Stufe weitere 20 Minuten schlagen.
Wenn alles gut verrührt ist, stellst du die Küchenmaschine oder das Handrührgerät auf eine niedrige Stufe und lässt sie noch einmal 20 Minuten laufen. Das ist der Schritt, den fast niemand macht, und der wichtigste von allen. Dazu unten mehr.
5. Gelbstich ausgleichen.
Wenn dir die Creme zu gelblich ist, gibst du einen ganz kleinen Tropfen lila Lebensmittelfarbe dazu. Wirklich nur einen winzigen.

Warum die zweiten 20 Minuten so wichtig sind
Beim Aufschlagen arbeitest du Luft in die Butter ein. Das brauchst du für die Struktur.
Für eine Füllung wäre die Creme damit fertig.
Zum Einstreichen ist genau diese Luft aber dein Problem.
Jede eingeschlossene Luftblase wird beim Glattziehen an der Oberfläche aufgerissen und hinterlässt ein kleines Loch.
Du streichst also, und die Oberfläche sieht danach aus wie fein gepunktet.
Deshalb kommt die Creme am Ende noch einmal auf eine niedrige Stufe.
Langsames Rühren treibt die Luft wieder heraus, ohne die Creme zu zerstören.
Sie wird dabei dichter, seidiger und lässt sich mit dem Teigschaber oder der Glattstreichkarte sauber ziehen.
Wenn du diesen Schritt weglässt, funktioniert die Creme trotzdem. Sie sieht nur nicht so aus, wie du es dir vorstellst.
Der Trick gegen den Gelbstich
Butter ist gelb, und je nach Marke und Jahreszeit ist sie mal mehr, mal weniger gelb.
Auf einer Torte fällt das auf, besonders wenn du eigentlich ein reines Weiß haben wolltest.
Ein ganz kleiner Tropfen lila Lebensmittelfarbe gleicht das aus.
Lila liegt Gelb im Farbkreis genau gegenüber, die beiden heben sich gegenseitig auf und übrig bleibt ein neutrales Weiß.
Wichtig ist die Menge. Wir reden wirklich von einem Hauch, den du kaum siehst, wenn er auf dem Zahnstocher hängt.
Nimm zu viel, wird deine Creme grau oder flieder.
Rühr die Farbe erst ganz am Ende unter und geh lieber in zwei Schritten vor als in einem.
Wenn die Creme ausflockt
Das passiert, und es liegt fast immer an unterschiedlichen Temperaturen.
Wenn die Butter warm ist und die Kondensmilch kalt aus dem Vorratsschrank kommt, verbindet sich das nicht sauber.
Die Creme sieht dann aus, als wäre sie geronnen, und du denkst, sie ist hinüber.
Ist sie nicht.
Nimm einen Föhn und erwärme die Schüssel kurz von außen, während das Rührgerät weiterläuft.
In den allermeisten Fällen verbindet sich alles wieder zu einer glatten Creme.
Genau deshalb sollten alle Zutaten von Anfang an Zimmertemperatur haben, dann tritt das Problem gar nicht erst auf.
Warum ich eine Küchenmaschine nehme
Bei insgesamt 40 Minuten Rührzeit ist das keine Bequemlichkeit, sondern Notwendigkeit.
Mit dem Handrührgerät stehst du die ganze Zeit daneben und hältst es fest.
Mit der Maschine stellst du sie an und machst nebenbei etwas anderes.
Ich nutze für meine Cremes immer die Küchenmaschine.
Mit einem Handrührgerät funktioniert das Rezept genauso, du musst nur mehr Geduld mitbringen und darauf achten, dass das Gerät nicht zu heiß wird.
Wann du sie machst und wie du die Torte aufbewahrst
Ich mache die Milchmädchen Buttercreme meistens am Tag, an dem ich die Torte fülle. Ob vormittags oder abends, ist egal, das kannst du frei einteilen.
Nach dem Füllen mit Stabilitätsring kommt die Torte über Nacht in den Kühlschrank. Erst am nächsten Tag wird sie mit dieser Buttercreme eingestrichen.
Die fertig eingestrichene und dekorierte Torte kommt zurück in den Kühlschrank. Etwa eine halbe Stunde vor dem Anschneiden nimmst du sie heraus.
Weil ich die Creme zum Einstreichen bewusst dünn auftrage, wird sie im Kühlschrank nicht steinhart, die Torte lässt sich trotzdem gut anschneiden.
Übrige Buttercreme lässt sich problemlos einfrieren und beim nächsten Mal weiterverwenden.
Häufige Fragen zur Milchmädchen Buttercreme
Welche Butter soll ich nehmen?
Mild gesäuerte Butter, drei Packungen zu je 250 g. Sie muss Zimmertemperatur haben, sonst verbindet sie sich nicht mit der Kondensmilch.
Wie groß sind die Kondensmilch-Dosen?
Die Standarddose mit 370 g bzw. 283 ml, zwei Stück.
Warum flockt meine Buttercreme aus?
Weil Butter und Kondensmilch unterschiedlich warm sind. Erwärm die Schüssel kurz von außen mit dem Föhn und rühr dabei weiter, dann verbindet sich alles wieder.
Kann ich die Creme auch zum Füllen nehmen?
Grundsätzlich ja, ich finde sie dafür aber zu mächtig. Zum Einstreichen ist sie ideal.
Warum ist meine Creme gelb?
Das kommt von der Butter. Ein winziger Tropfen lila Lebensmittelfarbe gleicht den Gelbstich aus.
Brauche ich wirklich zweimal 20 Minuten?
Ja, wenn du eine glatte Oberfläche willst. Die ersten 20 Minuten bringen Luft hinein, die zweiten 20 auf niedriger Stufe bringen sie wieder heraus.
Kann ich die Buttercreme einfrieren?
Ja, übrige Creme lässt sich gut einfrieren und beim nächsten Mal wiederverwenden.
Geht das auch ohne Küchenmaschine?
Ja, mit dem Handrührgerät. Es dauert genauso lange und du musst die ganze Zeit dabeibleiben.
Fazit
Zwei Zutaten, ein bisschen Geduld, fertig.
Die Butter muss Zimmertemperatur haben, sonst wird es nichts.
Die Kondensmilch kommt nach und nach dazu, nicht auf einmal.
Und die letzten 20 Minuten auf niedriger Stufe sind der Unterschied zwischen einer Creme, die funktioniert, und einer Torte, die aussieht wie vom Konditor.
Über mich
Ich bin Lena, verheiratet, Mama von zwei Jungs und arbeite als Süßwarentechnikerin in einer Confiserie.
Gebacken habe ich schon als Kind, erst mit meiner Mama, später ganz allein. Einen Kurs habe ich nie gemacht, ich habe mir alles selbst beigebracht und jedes Rezept so lange verändert, bis es wirklich verlässlich gelingt.
Genau diese Rezepte teile ich hier, damit dir deine erste Torte auf Anhieb gelingt.
- 3 Packungen (à 250 g) Butter, mild gesäuert
- 2 Dosen (à 370 g / 283 ml) Dosen
Butter etwa 20 Minuten aufschlagen. Die weiche Butter kommt in die Schüssel und wird 20 Minuten lang geschlagen. Das klingt lang und ist es auch, aber genau hier entsteht die Struktur der Creme.
Immer wieder vom Rand abziehen. Zwischendurch stoppst du das Gerät und ziehst die Butter mit einem Teigschaber vom Rand nach innen. Sonst bleibt außen ein Teil ungeschlagen und du hast später Klümpchen in der Creme.
Kondensmilch nach und nach zugeben. Die beiden Dosen kommen langsam dazu, nicht auf einmal. Gib immer nur einen Teil hinzu und warte, bis er eingearbeitet ist, bevor der nächste folgt.
Auf niedriger Stufe weitere 20 Minuten schlagen. Wenn alles gut verrührt ist, stellst du die Küchenmaschine oder das Handrührgerät auf eine niedrige Stufe und lässt sie noch einmal 20 Minuten laufen. Das ist der Schritt, den fast niemand macht, und der wichtigste von allen.
Gelbstich ausgleichen. Wenn dir die Creme zu gelblich ist, gibst du einen ganz kleinen Tropfen lila Lebensmittelfarbe dazu. Wirklich nur einen winzigen.
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